Seit 7. Februar gibt es für Entertain zwei neue Media Receiver MR303 und MR102 (Pressemitteilung http://www.telekom.com/dtag/cms/content/dt/de/975176?archivArticleID=975078). Da fragt sich natürlich jeder, ob der Einsatz der neuen Receiver Sinn macht. Hier findet ihr schon mal die ersten Bilder, die ich auf dem Entertain Backstage Treffen am 12. Februar in Bonn gemacht habe.


Was hat sich eigentlich im Vergleich zu den alten Receivern geändert? Was als erstes auffällt ist das geänderte Design, sowohl des Gerätes als auch der Fernbedienung. Über Design lässt sich eigentlich nicht streiten, aber das Design wird recht frisch. Allerdings passt sich das “runde” Design inmitten meiner eckigen Hifi-Komponenten, dann doch nicht so ideal ein. Auf meinen Bildern seht ihr das weiße Modell, das mir in der Tat besser gefällt als das schwarze. Zumindest passt weiß besser zu meiner Wii.
Viel entscheidender als das Design ist natürlich die Technik im Inneren. Hier hat sich auch einiges getan, Details findet ihr auf dem Datenblatt. Entscheidend sind für mich drei Neuerungen
- 500 GB Festplatte
- neue leistungsstärkere CPU
- neue Schnittstellen (eSATA)
Mit der Einführung von 500 GB Festplatten hat sich somit mein Projekt der Festplattenaufrüstung erst mal erledigt, so lange die Plattform keine Platten größer 500 GB unterstützt. Für die meisten Anwender ist das natürlich deutlich einfacher als die Aufrüstung selbst vorzunehmen, insofern einen Bonuspunkt. Die neue CPU verspricht Leistungsreserven des Systems. Schließlich wird die Technik der Receiver wieder eine Laufzeit von 3-4 Jahren haben. Bleibt noch die eSATA-Schnittstelle mit der Hoffnung endlich externe Platten anzusteuern.
Die Einrichtung läuft problemlos. Strom, Netzwerk und HDMI angeschlossen und nach mehreren Reboots ist der Receiver einsatzfähig. Schnell noch den neuen Receiver die PVR-Rolle zugewiesen damit auch Aufnahmen klappen und schon kann es losgehen. Der erste Blick auf das System zeigt was sich bei der Software getan hat: Nichts. Die neuen Receiver nutzen die gleiche Softwareplattform, wie die älteren Systeme. Ihr braucht euch also nicht umgewöhnen
Wer aber den Receiver bedient stellt fest, das das ganze sich anfühlt als hätte jemand den Turbo dazu geschaltet. Zappen, Menüsteuerung und MPF-Anwendungen fühlen sich an wie auf Speed. Da hat sich also der Einsatz der neuen CPU gelohnt. Da sich an der Software nichts getan hat, funktionieren also auch eSATA und USB nicht. Ich habe aber weiterhin Hoffnung, das wir hier bald neue Funktionen sehen werden.
Die Übernahme von Altaufnahmen ist leider auch nicht möglich. Also erst mal den alten Receiver “absehen” und dann austauschen. Mal sehen ob wir hierfür noch eine Lösung bekommen. Ich habe den Receiver noch nicht geöffnet (scheint komplizierter als beim MR300) um die Aufnahmen direkt zu übernehmen und die dvr.mrt anzupassen, mir fehlt im Moment einfach die Zeit.
Die Fernbedienung ist im übrigen deutlich schlanker geworden. Somit passen allerdings keine Standardbatterien oder Akkus mehr hinein, stattdessen werden Knopfzellen (CR2032) verwendet. Auch wenn es die heute in jedem Elektroshop gibt, ich habe die Dinger nie zu Hause liegen und garantiert werden die Dinger leer sein, wenn alle Geschäfte zu haben. Da bin ich froh, das meine Logitech Harmony Fernbedienung weiterhinb mit den gleichen Codes wie beim MR300 funktioniert.
Somit träume ich jetzt von Mediaroom 2.0 und funktionierenden Schnittstellen. Trotzdem möchte ich nicht auf den MR303 verzichten. Der Komfortgewinn durch die höhere Performance des Systems ist deutlich.
Update: Weitere Artikel zum MR303 bzw. Entertain Backstage Treffen findet ihr hier