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Microsoft Media Room für Windows 7 und XBOX360

Auch wenn es gestern auf der Microsoft Keynote bei der CES nicht überragende Neuigkeiten gab, so hat zumindest eine Ankündigung mein Interesse geweckt. Mediaroom 2.0 wurde (endlich) für Windows 7 PCs, Windows Mobile Geräte und XBOX 360 angekündigt und soll in 2010 bei AT&T U-Verse eingesetzt werden. Einen kurzen Artikel gibt es hier http://www.joystiq.com/2010/01/07/xbox-360-getting-mediaroom-iptv-later-this-year-through-atandt-u/

Hinter Mediaroom steckt Microsoft’s IP-TV Plattform, die in Deutschland von T-Home für die Entertain Angebote und die entsprechenden Mediareceiver (MR100, MR300, etc.) eingesetzt wird. Mit Mediaroom auf diesen Plattformen wird IP-TV natürlich auch für alle Windows 7 und XBOX 360 User interessant. Ein Mediacenter PC ohne TV-Karte aber vollem IP-TV Zugriff (nicht nur die ÖR) würde mich schon freuen. Hoffentlich hat jemand bei T-Home diese Ankündigung gehört.

Auf meine Wunschliste für Weihnachten 2020 (von 2010 mag ich nicht träumen) kommt die Mediaroom Implementierung für T-Home Entertain und Windows 9. Bei der derzeitigen Updatefreudigkeit von T-Home ist Weihnachten 2020 gar nicht so unwahrscheinlich.

T-Home Client Update

Nach dem T-Home bisher die neueste Version der Mediareceiver nur in kleinen Dosen freigegeben hat, war es bei mir am Wochenende soweit, dass ich die neue Software erhalten habe. Oberflächlich hat sich nicht viel getan. Eine Liste der neuen Funktionen und behobenen Fehler ist im T-Home Forum verfügbar. Insgesamt ist die Software gefühlt etwas schneller geworden. Seit dem Releasewechsel treten allerdings immer wieder Bildstörungen auf. Die sollten hoffentlich nicht am Update liegen.

Die lange ersehnte Funktion “Entferntes abspielen” bei Einsatz von mehreren Receivern ist in der Firmware vorhanden, derzeit allerdings noch deaktiviert. Die Hoffnung auf diese Funktion werde ich jedoch nicht aufgeben, vielleicht kommt ja noch ein Weihnachtsgeschenk von T-Home.

T-Home MR300 Festplattentausch

ACHTUNG: Im Moment rate ich euch von einem Einbau einer größeren Fetplatte (>500GB)  ab. Mit dem Software-Update auf 1.6.25281.6 haben viele User Probleme ihre modifzierten Receiver ans Laufen zubringen. Hier gibt es einen Thread dazu http://foren.t-online.de/foren/read/service/fernsehen-entertain/entertain-hardware/update-x301t-startet-endlos-neu,552,4674483,fid=d6de34.html

Mittlerweile hat sich herausgestellt, das das neue Softwareupdate Probleme mit Festplatten >500 GB hat. Wer also eine neue Platte sucht, der sollte bei max. 500 GB bleiben.

Wie mittlerweile doch viele bemerkt haben ist die 160 GB Festplatte im Media Receiver MR300 nicht wirklich groß und wie schon hier angekündigt stand auch bei mir die Aufrüstung auf der ToDo-Liste. Nach kurzem Überlegen habe ich mich dann für eine Festplatte mit 1 TB entschieden. Da es Festplatten in der Größe ausschließlich als SATA Platten gibt, brauchte ich noch einen IDE-SATA Konverter. Aufgrund von diversen Foren (u.a. Digitalfernsehen) bin ich auf einen passenden Adpater bei Conrad gestoßen.

Wer also Spaß am basteln hat, das ganze ist relativ einfach. Das folgende braucht ihr für den Austausch:

  • 1 x Torx TR10 (ein normaler Torx T10 funktioniert nicht wg. dem Sicherheitsnippel)
  • 1 x IDE-SATA Konverter (z.B. Conrad 974497)
  • 1 x SATA Festplatte (z.B. WD10EVVS)

Bei der Festplatte sollte es ein Modell mit möglichst wenig Stromverbrauch sein. WD bewirbt diese Platte explizit mit “Green Power for AV”. Andere Modelle aus der Familie (Cache- und Festplattengröße) sollten auch geeignet sein, habe ich allerdings nicht getestet.

  • Gerät ausschalten, vom Strom trennen und alle anderen Kabel abziehen
  • Gehäuse aufschrauben ( 3 x Torx)
  • Strom und IDE Kabel abziehen
  • Festplattenkäfig ausbauen (2 x Torx)
  • alte Festplatte aus Käfig ausbauen (4 x Kreuzschltz)
  • auf der neuen Festplatte den Jumper (5 und 6) für SATA 1.5 GB/s setzen
  • neue Festplatte in den Käfig einbauen (4 x Kreuzschltz)
  • IDE-SATA Konverter und Stromadapter anschließen
  • Festplattenkäfig einbauen (2 x Torx)
  • Gehäuse zuschrauben (3 x Torx)
  • Gerät wieder anschließen und einschalten

Zum besseren Verständnis hier ein Bild des Innenlebens. Ach ja, falls es jemand interessiert, es handelt sich bei meinem Receiver um einen MR300 Typ B.

MR300B Habt ihr alles richtig gemacht startet der Media Receiver, richtet die Festplatte ein und zieht sich das aktuelle Betriebssystem aus dem Internet. Dieser Vorgang dauert ca. 30 Minuten 2-3 Stunden. Anschließend steht dem grenzenlosen Aufzeichnen nichts mehr im Weg. Eure alten Aufnahmen sind natürlich erst mal flöten gegangen. Geplante Aufnahmen sowie eure Senderliste bleiben aber erhalten.

Den Umbau macht ihr natürlich auf eigene Gefahr und die Garantie von dem Gerät geht auch flöten!

Upate: Wie Matthias in den Kommentaren schreibt, war ich mit der Angabe der Updatezeit etwas forsch. Das Update dauert keine 30 Minuten, sondern eher 2-3 Stunden. Danke für den Hinweis Matthias

Erfahrungsbericht – 9 Monate T-Home Entertain und VDSL25

Nachdem ich seit September 2008 einen VDSL-Anschluss und T-Home Entertain habe, wird es nach 9 Monaten Zeit meine Eindrücke und Erfahrungen hier kurz zusammenzufassen. Vor einem Jahr hatte ich meine damalige DSL-Geschwindigkeit von 1 Mbit/s gründlich satt und habe nach einer Alternative gesucht. Mehr als 1-3 Mbit/s wollte mir keiner der Anbieter garantieren, Kabel Deutschland hatte irgendwie auch Probleme, da wir mit unseren Nachbarn einen gemeinsamen Kabelanschluss benutzen. Also bin ich entsprechend bei der Telekom mit VDSL25 gelandet, insbesondere der Uplink von 5 Mbit/s hatte es mir angetan. Mehr als 25 Mbit/s ist bei uns aber auch nicht möglich, da wir (wie immer) zu weit von der Vermittlungsstelle wohnen. Das Entertain Paket gab es dann natürlich oben drauf. Erst jetzt lässt T-Home auch die Buchung von VDSL ohne Entertain zu. Ach ja den Vertrag den ich geschlossen habe ist ein Entertain Comfort Plus

VDSL

Der Umstieg auf VDSL hat sich natürlich extrem bemerkbar gemacht. Der Zugriff bzw. Download von Inhalten hat sich entsprechend beschleunigt. Downloads von XBOX Live, iTunes oder weiteren Diensten gehen sauschnell. Selbst wenn wir maximale Rechenkraft einsetzen (alle 4 Rechner im Haus sowie diverse Squeezeboxen für Streaming) hat keiner das Gefühl vor einer langsamen Leitung zu sitzen. Da meine Frau und ich regelmäßig von zu Hause arbeiten, freuen wir uns beide wie schnell die Anbindung an das jeweilige Firmennetz mittels VPN ist. Insbesondere beim Versenden von großen Mails (ja ich weiß Powerpoint-Präsentationen gehören nicht per Mail verschickt) macht sich die Upload Geschwindigkeit bemerkbar.

Als Router habe ich einen Speedport 721V im Einsatz. Nach Jahren mit AVMs Fritz Boxen ist das doch schon ein Rückschritt. Firmware Weiterentwicklung scheint hier beinah ein Fremdwort zu sein. Bei dem Router habe ich immer das Gefühl, das er mir doch ein paar Informationen vorenthält. Zum Fritzen der Kiste konnte ich mich bisher nicht entschließen, wahrscheinlich warte ich auf die AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390.

Fazit: Ich möchte VDSL25 mit der entsprechenden Geschwindigkeit nicht mehr vermissen!

T-Home Entertain

Mit VDSL25 habe ich ja auch IP-TV mit T-Home Entertain bekommen. Zur Erstausstattung gehörte bei mir ein Media Receiver MR-300. Nach verschiedenen Updates läuft das System auch recht zufriedenstellend. Selbst das Zappen zwischen den einzelnen Kanälen geht relativ flott. Die eingebaute Festplatte ist mit 160 GB etwas knapp bemessen, das schreit nach “Aufrüstung”. Funktionen wie Videorekorder oder Timeshift haben mir isher wenig Sorge bereitet. Von der Bildqualität bin ich mittlerweile auch überzeugt, diese hat sich nach meinem Gefühl in den letzten Monaten verbessert. Bei den verschiedenen TV Signalen die mir zu Hause derzeit zur Verfügung stehen, würde ich die Qualität aufsteigend wie folgt ordnen:

  • DVB-T
  • Kabel analog (Kabel Deutschland)
  • DVB-C (Kabel Deutschland)
  • IP-TV (T-Home Entertain)

Wobei der Unterschied zwischen DVB-C und IP-TV doch relativ gering ist und wahrscheinlich auch von meiner Tagesform abhängt. Der integrierte EPG funktioniert klaglos, die Suche lässt sich jedoch manchmal etwas Zeit. Die angenehmste Funktion ist aber der Programm Manager, der die Programmierung des Gerätes über ein Webfrontend erlaubt. Mittlerweile ist das ganze auch in einer Mobilversion erschienen, so dass die Programmierung mit Hilfe von iPhone oder iPod Touch von unterwegs keine Probleme bereitet. Mittlerweile ist auch ein zweiter Mediareceiver eingezogen. Hierbei handelt es sich um einen MR-100, der keine Festplatte enthält. Derzeit wird auch nur ein einzelner Receiver für die Aufzeichnung unterstützt. Was derzeit am meisten stört ist das der zweite Receiver keinen Zugriff auf die Festplatte des anderen Receivers hat und somit kein Timeshift und Zugriff auf Aufzeichnungen unterstützt. Naja die Funktionen sollen irgendwann kommen.Ein genaues Releasedatum oder etwa eine Roadmap verkündet T-Home aber nicht. Eine der Funktionen die mich persönlich aber meisten stört ist die Vergesslichkeit der Systeme. Trennt man die Geräte vom Strom so vergessen diese die Konfiguration (16:9, 4:3, 720p oder 1080i) des angeschlossenen Fernsehers! Somit muss diese Konfiguration nach jedem “harten” Ausschalten geändert werden. Ganz nebenbei dauert dieser Kaltstart natürlich auch seine Zeit. Das bin ich aber von anderen Receivern (z.B. meine gute alte dbox2) auch schon gewöhnt.

Fazit: Ich werde meinen Kabelanschluss kündigen und komplett auf IP-TV bzw. DVB-T umsteigen

Zusammenfassung

Was soll ich sagen? Ich bin zufrieden mit den Systemen und werde Entertain auch weiternutzen. Für den unerfahrenen IT-Nutzer bietet das System aber doch einige Stolperfallen. Ich denke nur an den Einsatz von Switches und IGMP v3.

Was mir jetzt noch bevorsteht? Hier eine kleine Liste ohne Priorität

  • Aufrüstung MR-300 mit 500 GB Festplatte erledigt
  • Kündigung Kabelanschluss erledigt
  • Kündigung Premiere/SKY für Kabel und entsprechende Neubeauftragung für T-Home (wenn es denn zukünftig noch SKY bei T-Home gibt) erledigt, und somit ohne sky Abo und ohne Formel 1 :cry:
  • Warten auf das nächste Firmware Update, damit ich mit beiden Receivern meinen Videorekorder nutzen kann
  • Warten auf AVM

Update: Eine interessante Quelle für alle Themen rund um T-Home Entertain, VDSL Wettbewerb und T-Home Bundesliga ist der VDSL-News.de Blog

T-Home Entertain, Multicast und IGMP v3

Oh Gott was für eine kryptische Überschrift. Aber genauso kompliziert stellt sich eine möglicher Zugriff auf T-Home Entertain im ganzen Haus dar. Aber bis es soweit ist hier erstmal die Vorgeschichte:

Seit September 2008 bin ich Nutzer von T-Home Entertain mit VDSL 25. Der Grund auf VDSL zu wechseln, war die ansonsten viel zu niedrige DSL-Bandbreite (max. 3MBit/s), die mir an meinem Wohnort zur Verfügung steht. Also habe ich VDSL beantragt und bin seitdem mit dem Anschluss und der Bandbreite sehr zufrieden. Da bei VDSL immer das Entertain-Paket und somit IP-TV inklusive ist, bin ich also auch in den Genuss eines entsprechenden Media Receiver MR300 gekommen. IP-TV wird bei Entertain per Multicast ausgestrahlt. Wer Fragen zu Multicast kann sich hier gerne  bei Wikipedia informieren http://de.wikipedia.org/wiki/Multicast

Multicast ist die übliche Bezeichnung für IP-Multicast, das es ermöglicht, in IP-Netzwerken effizient Daten an viele Empfänger zur gleichen Zeit zu senden. Das passiert mit einer speziellen Multicast-Adresse. In IPv4 ist hierfür der Adress-Bereich 224.0.0.0 bis 239.255.255.255, in IPv6 jede mit FF00::/8 beginnende Adresse reserviert. Zusätzlich wird zur Koordination bei IPv4 das Protokoll IGMP oder CGMP (nur Cisco-Komponenten) benutzt. In IPv6 übernimmt ICMPv6 die Steuerungsfunktion.

Die von der Telekom gelieferten Router unterstützen natürlich Multicast bzw. IGMP v3 und somit hat niemand ein Problem, der seinen Media Receiver direkt an den gelieferten Router hängt. Befindet sich auf dem Weg zwischen Router und Media Receiver jedoch ein normaler, billiger Feld-, Wald- und Wiesenswitch wird aus dem Multicaststream ein Broadcaststream, der somit an alle (!) angeschlossenen Geräte weitergeleitet wird. Dies liegt daran das ein “normaler” Switch keine eigene Intelligenz aufweist und somit die Multicastadressierung nicht umsetzen kann. Ein normaler PC oder weitere per Kabel angeschlossene Geräte haben hiermit typischerweise kein Problem, die Broadcast Pakete werden einfach ignoriert. Ein Problem entsteht vor allem dann, wenn an einem der Ports ein WLAN-Access Point hängt, denn damit wird jetzt das gesamte WLAN geflutet und kann nur noch extrem eingeschränkt genutzt werden.

Nun zu meiner Situation und Hausverkabelung. Der DSL-Zugang (Router) befindet sich im Arbeitszimmer von dort führt eine Leitung (ja ich weiß, ich hätte mehr Leitungen legen sollen) zu meinem zentralen Patchfeld, mit dem ich den Rest des Hauses versorge. An diesem Patchfeld befindet sich jetzt der zentrale Switch, der die Verteilung übernimmt. An diesem Switch sind derzeit 2 x PC (Philipp & Lisa), 1 x XBOX360, 1 x QNAP NAS TS-209, 1 x Squeezebox Classic und 1 x WLAN Access Point (versorgt zwei weitere Squeezeboxen, iPod Touch sowie das ganze Grundstück mit WLAN) angeschlossen. Aufgrund der Mutlicast/Broadcast Problematik kann ich keine WLAN-Endgeräte nutzen, sobald der Media Receiver zum Fernsehen oder Aufzeichnen benutzt wird. Die gesamte Infrastruktur sieht also wie folgt aus:

NetzwerkinfrastrukturAlso habe ich mich auf die Suche nach einem Switch gemacht der IGMP v3 und somit Multicastunterstützung bietet. Bezahlbare Switches in diesem Umfeld sind rar, insbesondere sind mir keine bekannt die über mehrere GBit-Ports verfügen. Diskussionen hierzu gibt es auch im T-Online Support Forum. Nach längerer Suche bin ich dann auf den Zyxel ES-2108G gestoßen. Dieser Switch bietet 8 x 100 MBit Ports, 1 x GBit Port und ist über eine Weboberflache managebar. Der Switch liegt preislich bei ca. 150€ und ist somit noch bezahlbar.

Zyxel ES-2108G

Die wichtigste Funktionalität ist aber natürlich die Unterstützung von IGMP v3. Die Konfiguration ist dank der Weboberfläche recht einfach durchzuführen. Unter “Advanced Settings”->”Multicast” lässt sich das IGMP Snooping aktivieren.

IGMP Snooping Zyxel ES-2108G Nicht vergessen die Änderungen zu speichern und schon kann im Netz problemlos “gemulticasted” werden. Damit werden IP-TV Streams auch tatsächlich nur noch an die entsprechenden Endgeräte (Media Receiver) weitergeleitet. Alle anderen Ports werden somit nicht mehr belastet und auch die Nutzung des WLAN ist problemlos möglich.